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Das adriAkustik will ein Ort sein, an dem sich alle Menschen wohl und sicher fühlen können. Wo viele unterschiedliche Menschen zusammenkommen, kann es trotzdem zu Situationen kommen, die verletzen, überfordern oder Grenzen überschreiten - bewusst oder unbewusst.
Deshalb gibt es auf dem adriAkustik ein Awareness-Team.
Awareness ist jedoch nicht nur Aufgabe eines Teams - ein achtsames Festival entsteht durch alle, die da sind.
Schaut nicht weg, wenn jemand bedrängt wird. Fragt nach, wenn eine Person unsicher oder überfordert wirkt. Achtet auf eure Freund:innen, eure Getränke, eure eigenen Grenzen und euer eigenes
Verhalten.
Und denkt daran: Die schönste Festivalgemeinschaft entsteht dort, wo Menschen einander Raum geben, ohne Dritte dabei zu beschränken.
Awareness heißt: aufmerksam sein. Aufeinander achten. Grenzen respektieren. Und dafür sorgen, dass Menschen Unterstützung bekommen, wenn sie sie brauchen.
Auf dem adriAkustik dulden wir kein grenzüberschreitendes, diskriminierendes oder übergriffiges Verhalten. Dazu gehören zum Beispiel Sexismus, Rassismus,
Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, Ableismus, Ageismus, unerwünschtes Anfassen, bedrängendes Verhalten oder verbale Abwertung.
Wichtig ist: Ob eine Grenze überschritten wurde, entscheidet die betroffene Person. Was für die eine Person wie eine Kleinigkeit wirkt, kann für eine andere sehr verletzend oder belastend sein. Wenn ihr unsicher seid, ob etwas okay ist, fragt lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.
Ein Nein ist immer ein Nein. Und noch wichtiger: Nur ein Ja ist ein Ja!
Das gilt für Berührungen, Nähe, Gespräche, Fotos, Flirts, Tanzen, Umarmungen und alles andere, bei dem andere Menschen beteiligt sind. Achtet aufeinander, respektiert Grenzen und nehmt Rücksicht, wenn Menschen Abstand brauchen.
Ihr könnt euch an das Awareness-Team wenden, wenn ihr selbst betroffen seid, etwas beobachtet habt oder euch eine Situation komisch vorkommt. Zum Beispiel, wenn:
jemand bedrängt, beleidigt, belästigt oder diskriminiert
Grenzen nicht respektiert werden
ihr euch unsicher, überfordert oder unwohl fühlt
ihr eine andere Person unterstützen möchtet
ihr nicht wisst, an wen ihr euch wenden sollt
Ihr müsst nicht erst beweisen, dass etwas „schlimm genug“ war. Wenn ihr Hilfe braucht, kommt zu uns.
Das Awareness-Team ist nüchtern, ansprechbar und während der Konzerte am Awareness-Stand präsent. Im Team achten wir darauf, dass FLINTA*-Personen im Einsatz sind.
Wir hören zu, nehmen euch ernst und besprechen mit euch, was ihr gerade braucht. Ohne Druck. Ohne Verhör. Ohne „selbst schuld“. Wir tun nichts gegen euren Willen und stimmen weitere Schritte mit
euch ab.
Wenn ihr möchtet, begleiten wir euch aus einer Situation heraus, holen eine Vertrauensperson dazu, bringen euch an einen ruhigeren Ort oder unterstützen euch dabei, sicher zu eurem Zelt,
Wohnmobil oder nach Hause zu kommen.
Wenn eine Situation eskaliert, arbeiten wir mit Security, Sanis, Technik, Einlass und Veranstalter zusammen. Dabei kümmern wir uns vor allem um die betroffene Person. Die Security kümmert sich um die Person, von der das Problem ausgeht.
Ihr findet das Awareness-Team am Awareness-Stand. Außerdem könnt ihr euch an Einlass, Technik, Bars, Security oder andere Helfer wenden - sie wissen, wie sie uns erreichen.
Für dringende Fälle gibt es außerdem ein Notfalltelefon:
01525-3983104
Vorfälle können auch per Mail gemeldet werden:
Wenn ihr Hilfe braucht, aber nicht offen darüber sprechen könnt oder wollt, könnt ihr das Safeword "Christbaum" benutzen.
Sagt das Wort "Christbaum" einfach am Awareness-Stand, am Einlass, bei der Security, an der Bar oder bei den Helfer:innen. Dann wissen wir: Ihr braucht Unterstützung.
Es gibt auf dem Festival einen Rückzugsraum für Menschen, denen es gerade nicht gut geht. Dort könnt ihr durchatmen, zur Ruhe kommen oder in einem geschützten Rahmen mit dem Awareness-Team
sprechen.

